Das Bundesamt für Kultur (BAK) gab am 25. Januar an der «Nacht der Nominationen» in Solothurn die 33 Nominationen für den Schweizer Filmpreis «Quartz 2012» bekannt. Bundesrat Alain Berset und Christian Frei, Präsident der Schweizer Filmakademie, richteten Grussworte an die zahlreichen Gäste. Der Schauspieler Leonardo Nigro führte durch den Abend. Die Verleihung des 15. Schweizer Filmpreises «Quartz 2012» findet am 17. März im KKL Luzern statt.
97 Filme waren für Nominationen in neun Kategorien zugelassen. Das Preisgeld für die Nominierten beläuft sich auf insgesamt 390'000 Franken. Das Nominationsgeld von 15'000 Franken für die Kategorie «Beste Filmmusik» stellt die Stadt Luzern zur Verfügung.
Wahl der Nominierten
Unter der Federführung der Schweizer Filmakademie stimmten rund 240 Mitglieder über die zugelassenen Schweizer Filme ab. Eine aus Akademie-Mitgliedern bestehende, vom Eidgenössischen Departement des Innern ernannte Kommission, sprach die Nominationen basierend auf den Empfehlungen der Akademie aus. Ihr gehörten an: Louis Crelier, Komponist; Beat Glur, Journalist; Myriam Flury, Cutterin; Stéphane Kuthy, Kameramann; Pierre Monnard, Regisseur; Chris Niemeyer, Regisseur und Produzent; Nina Scheu, Journalistin; Xavier Ruiz, Regisseur und Produzent und Andrea Zogg, Schauspieler.
Wahl der Gewinnerinnen und Gewinner «Quartz 2012»
Im Februar 2012 bestimmen die Mitglieder der Schweizer Filmakademie die Gewinnerinnen und Gewinner des Schweizer Filmpreises «Quartz 2012». Die Schweizer Filmakademie vergibt einen Spezialpreis für eine herausragende technische und künstlerische Leistung.
Durchführung «Quartz 2012»
Die Preisverleihung ist eine Veranstaltung des Bundesamtes für Kultur in Zusammenarbeit mit der Medienpartnerin SRG SSR und mit SWISS FILMS. Die Promotionsagentur SWISS FILMS ist mit der Organisation des Schweizer Filmpreises betraut und koordiniert in Zusammenarbeit mit der Schweizer Filmakademie das Nominations- und Jurierungsverfahren. Partner für die «Nacht der Nominationen» sind die Solothurner Filmtage.
Nominationen für den Schweizer Filmpreis «Quartz 2012»
«Bester Spielfilm» – je Nomination CHF 25'000
ABRIR PUERTAS Y VENTANAS, Milagros Mumenthaler, Alina film
DER VERDINGBUB, Markus Imboden, C-Films
EINE WEN IIG, DR DÄLLEBACH KARI, Xavier Koller, Catpics
HELL, Tim Fehlbaum, Vega Film
SUMMER GAMES, Rolando Colla, Peacock Film
«Bester Dokumentarfilm» – je Nomination CHF 25'000
BALKAN MELODIE, Stefan Schwietert, maximage
DAY IS DONE, Thomas Imbach, Okofilm Productions
MESSIES, EIN SCHÖNES CHAOS, Ulrich Grossenbacher, Fair & Ugly filmproduktion
THE SUBSTANCE, Martin Witz, ventura film
VOL SPÉCIAL, Fernand Melgar, Climage
«Bester Kurzfilm» – je Nomination CHF 10'000
BAGGERN, Corina Schwingruber Ilic, Minerva
CHASSE À L'ÂNE, Maria Nicollier, REC Production
DU&ICH, Esen Isik, maximage
EMILE DE 1 À 5, Lionel Baier, Rita Productions
L'AMBASSADEUR & MOI, Jan Czarlewski, ECAL École Cantonale d'Art de Lausanne
«Bestes Drehbuch» – je Nomination CHF 5'000
Plinio Bachmann, DER VERDINGBUB
Tim Fehlbaum, HELL
Rolando Colla, Pilar Anguita-MacKay, SUMMER GAMES
«Beste Darstellerin» – je Nomination CHF 5'000
Lisa Brand (Berteli), DER VERDINGBUB
Stephanie Glaser (Marguerite), MOTEL
Carla Juri (Annemarie Geiser), EINE WEN IIG, DR DÄLLEBACH KARI
«Bester Darsteller» – je Nomination CHF 5'000
Nils Althaus (Kari Dällenbach), EINE WEN IIG, DR DÄLLEBACH KARI
Saladin Dellers (Sascha), SILBERWALD
Max Hubacher (Max), DER VERDINGBUB
«Beste Darstellung in einer Nebenrolle» – je Nomination CHF 5’000
Stefan Kurt (Bösiger), DER VERDINGBUB
Hanspeter Müller-Drossaart (Kari Dällenbach), EINE WEN IIG, DR DÄLLEBACH KARI
Marcus Signer (Mischa), MARY & JOHNNY
«Beste Filmmusik» – je Nomination CHF 5’000
Peter Bräker, Balz Bachmann, DAY IS DONE
Ben Jeger, DER VERDINGBUB
Balz Bachmann, EINE WEN IIG, DR DÄLLEBACH KARI
«Beste Kamera» – je Nomination CHF 5’000
Felix von Muralt, EINE WEN IIG, DR DÄLLEBACH KARI
Ramòn Giger, OFF BEAT
Lorenz Merz, SUMMER GAMES
Am 12. März 2011 wurde im KKL Luzern zum 14. Mal der Schweizer Filmpreis «Quartz» verliehen. Die Preisvergabe erfolgte in neun Kategorien. Mit gleich zwei Preisen für den Spielfilm «La petite chambre» und dem «Quartz» für den «Besten Dokumentarfilm» an «Cleveland Versus Wall Street» beanspruchen die Westschweizer Regisseur/innen Stéphanie Chuat, Véronique Reymond und Jean-Stéphane Bron die ersten Plätze unter den Besten des Jahres. Die Organisatoren Bundesamt für Kultur, SRG SSR und SWISS FILMS führen ihr Engagement fort. Neu wird der Filmpreis ab 2012 auch als Plattform für Sponsoren geöffnet.
Die Gewinnerinnen und Gewinner Mit zwei Auszeichnungen ist «La petite chambre» (Produktion: Vega Film) der Siegerfilm des Abends. Stéphanie Chuat und Véronique Reymond nahmen den «Quartz» für den «Besten Spielfilm» von Bundesrätin Doris Leuthard entgegen, während der Komiker Massimo Rocchi den beiden Regisseurinnen den Preis für das «Beste Drehbuch» übergab. In der Kategorie «Bester Dokumentarfilm» nahm Jean-Stéphane Bron die von Alfredo Häberli gestaltete Trophäe für «Cleveland Versus Wall Street» (Produktion: Saga Production) vom Regisseur und Präsidenten der Filmakademie Christian Frei entgegen. «Bester Kurzfilm» wurde «Yuri Lennon’s Landing On Alpha 46» von Anthony Vouardoux (Oliwood Production), welcher den Preis von der Rapperin Steff la Cheffe in Empfang nehmen durfte, während Michaela Müller für «Miramare» den «Quartz» des «Besten Trickfilms» aus den Händen des Animationsfilmers Georges Schwizgebel empfangen durfte. Den «Quartz» in der Kategorie «Beste Filmmusik» überreichte der Dirigent Ludwig Wicki Marcel Vaid für die Filmmusik in «Goodnight Nobody». «Beste Darstellerin» wurde Isabelle Caillat, Hauptdarstellerin des Films «All That Remains», die den Quartz von der italienischen Schauspielerin Alba Rohrwacher entgegennahm. Als «Bester Darsteller» wurde Scherwin Amini für seine Rolle im Film «Stationspiraten» von der Komiker/in Marie-Thérèse Porchet gekrönt. Der «Quartz» in der Kategorie «Beste Darstellung in einer Nebenrolle» wurde Carla Juri für ihre Rolle im Film «180°» überreicht.
Schweizer Filmakademie und der «Spezialpreis der Jury» Über die Nominierungen und über die Prämierungen stimmten rund 300 Mitglieder der Schweizer Filmakademie ab. Die aus Akademie-Mitgliedern bestehende Jury des Bundesamtes für Kultur (BAK) hat die Preisträgerinnen und Preisträger, basierend auf den Empfehlungen der Akademie gekürt und vergab den «Spezialpreis der Jury» an Gerald Damovsky für die Ausstattung in «Sennentuntschi». Diesen Preis überreichte der Autor und Theaterregisseur Daniele Finzi Pasca.
Ehrenpreis Mit Marcel Hoehn wurde der Produzent von «Die Schweizermacher» und weiterer erfolgreicher Filme gewürdigt (vgl. Medienmitteilung vom 1. März 2011). Den Ehrenpreis überreichte Kameramann Renato Berta.
Preisverleihung Roger de Weck, Generaldirektor SRG SSR eröffnete die Feierlichkeiten mit einem Grusswort als Organisator und Fernseh-Moderatorin Susanne Kunz führte zweisprachig durch den Gala-Abend, dem 900 Gäste aus Kultur, Politik und Wirtschaft beiwohnten. Den musikalischen Rahmen gestaltete das 21st Century Symphony Orchestra unter der Leitung von Ludwig Wicki.
Die lange Nacht des Schweizer Films Die Fernsehprogramme der SRG auf SF zwei, TSR 1 und RSI LA 1 widmeten den Samstagabend, 12. März 2011 dem Schweizer Filmschaffen und zeigten neben der Berichterstattung über den Schweizer Filmpreis «Quartz 2011» erfolgreiche Schweizer Filme. Auch die Radiosender der SRG berichteten ausführlich über den Schweizer Filmpreis «Quartz 2011» und das Schweizer Filmschaffen.
Schweizer Filmpreis «Quartz 2012» Die Organisatoren Bundesamt für Kultur, SRG und SWISS FILMS bekräftigen ihr gemeinsames Engagement für den Schweizer Filmpreis «Quartz» und veranstalten die Gala 2012 wiederum im KKL Luzern, am Samstag 17.März 2012.
Nachdem die SRG die Gala in Luzern von 2009 bis 2011 organisiert und finanziert hat und sie zu einem einzigartigen Kulturanlass entwickelt hat, reduziert sie ihr Engagement, bleibt jedoch Hauptpartner. Neu wird der Schweizer Filmpreis ab 2012 auch als Plattform für Sponsoren geöffnet. SWISS FILMS stellt sich für die Organisation der Gala zur Verfügung.
Weitere Informationen: www.schweizerfilmpreis.ch
Die Gewinner «Quartz 2011» auf einen Blick
Bester Spielfilm: «La petite chambre» von Stéphanie Chuat, Véronique Reymond / Vega Film
Bester Dokumentarfilm: «Cleveland Versus Wall Street» von Jean-Stéphane Bron / Saga Production
Bester Kurzfilm: «Yuri Lennon’s Landing On Alpha 46» von Anthony Vouardoux / Oliwood Productions
Bester Trickfilm: «Miramare» von Michaela Müller / Academy of Fine Arts, University of Zagreb
Bestes Drehbuch: Stéphanie Chuat, Véronique Reymond für «La petite chambre» (Vega Film)
Beste Darstellerin: Isabelle Caillat in «All That Remains» von Pierre-Adrian Irlé, Valentin Rotelli (Jump Cut Production)
Bester Darsteller: Scherwin Amini in «Stationspiraten» von Michael Schaerer (Zodiac Pictures)
Beste Darstellung in einer Nebenrolle: Carla Juri in «180°» von Cihan Inan (C-Films)
Beste Filmmusik: Marcel Vaid für «Goodnight Nobody» von Jacqueline Zünd (Docmine Productions)
Spezialpreis der Jury: Gerald Damovsky für die Ausstattung in «Sennentuntschi» von Michael Steiner (Constantin Film Schweiz / Kontraproduktion)
Begründung für den Spezialpreis der Jury: «Das Szenenbild von Gerald Damovsky trägt Wesentliches zu jener schaurig düsteren Atmosphäre bei, die das «Sennentuntschi» zu einem wuchtigen, abgründigen und absolut unschweizerischen Alpenthriller macht.»
Am 12. März 2011 wird im Rahmen einer festlichen Gala im KKL Luzern der Schweizer Filmpreis «Quartz 2011» verliehen. Dieser zeichnet die Jahresbesten des heimischen Filmschaffens in neun Kategorien aus, ergänzt durch den «Spezialpreis der Jury». Neu eingeführt wird die Kategorie «Beste Darstellung in einer Nebenrolle», welche die bisherige Kategorie «Bestes schauspielerisches Nachwuchstalent» ersetzt.
Bis zur Preisverleihung im März 2011 stehen verschiedene Etappen an:
Wahl der Nominierten Unter der Federführung der Schweizer Filmakademie, die seit Sommer 2010 von Regisseur Christian Frei präsidiert wird, stimmen ab sofort bis 25. Januar 2011 300 Mitglieder über rund 120 zulässige Schweizer Filme ab. Eine neunköpfige Nominationskommission, die aus Akademie-Mitgliedern besteht und vom Eidgenössischen Departement des Innern ernannt wird, spricht die Nominationen basierend auf den Empfehlungen der Akademie aus.
«Nacht der Nominationen» in Solothurn Die Nominationen in den Kategorien «Bester Spielfilm», «Bester Dokumentarfilm», «Bester Kurzfilm», «Bester Trickfilm», «Bestes Drehbuch», «Beste Darstellerin», «Bester Darsteller», «Beste Darstellung in einer Nebenrolle» und «Beste Filmmusik» werden an der «Nacht der Nominationen» am 26. Januar 2011 im Rahmen der Solothurner Filmtage bekannt gegeben. Für die Nominierten steht ein Preisgeld von CHF 425'000 zur Verfügung.
Wahl der Gewinnerinnen und Gewinner «Quartz 2011» Im Februar werden die Mitglieder der Filmakademie in einem zweiten Schritt die Gewinnerinnen und Gewinner des Schweizer Filmpreises «Quartz 2011» wählen. Eine aus Akademie-Mitgliedern bestehende Jury, die vom Eidgenössischen Departement des Innern ernannt wird, kürt die Preisträgerinnen und Preisträger, basierend auf den Empfehlungen der Akademie, und vergibt den «Spezialpreis der Jury» für eine herausragende technische und künstlerische Leistung.
Die Promotionsagentur SWISS FILMS ist vom Bundesamt für Kultur mit der Organisation des Schweizer Filmpreises betraut und koordiniert in Zusammenarbeit mit der Schweizer Filmakademie das Nominations- und Jurierungsverfahren. Es ist der 14. Schweizer Filmpreis «Quartz», der vergeben wird. Zum dritten Mal findet die Preisverleihung im KKL Luzern statt. Sie steht unter dem Patronat der SRG SSR idée suisse und wird in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Kultur, SWISS FILMS und der Schweizer Filmakademie durchgeführt.
Zürich / Bern, 10. November 2010